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Der Policy Sprint

Was ist die Zukunft der Verkehrspolitik?

 

Worum geht’s?

Eine überparteiliche Vision der Verkehrspolitik der Zukunft.

In einer Workshopreihe im Frühjahr 2025 entwickelten insgesamt 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in enger Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern aller Parteien, Lösungen für die Frage nach einer flächeneffizienten Verkehrspolitik der Zukunft. In der Schweiz wachsen sowohl die Bevölkerung als auch das Bedürfnis nach Mobilität, während der verfügbare Raum begrenzt bleibt. Das Verkehrssystem und die Verkehrspolitik stehen deshalb vor der Herausforderung, den steigenden Ansprüchen gerecht zu werden und gleichzeitig Nachhaltigkeit sowie Lebensqualität zu gewährleisten.

Basierend auf einer gemeinsamen, überparteilichen Zukunftsvision für die Schweiz entwickelten die Teilnehmenden konkrete politische Massnahmen, die nun Schritt für Schritt Wirkung entfalten: Insgesamt fünf Vorstösse werden ausgearbeitet und und in den nächsten Sessionen eingereicht, ein Entwurf für eine Gesetzesänderung ist in Überarbeitung und ein Pilotprojekt in Planung.

 

What’s next?

Die politischen Massnahmen im parlamentarischen Prozess verfolgen.

Wir verfolgen gespannt, wie Bund und Parlament die Vorstösse behandeln werden.

Die ausserparlamentarische Massnahme wird von einzelnen Akteuren aus Wirtschaft und Verwaltung umgesetzt.

Konkrete Vorstösse

Aus den erarbeiteten Vorschlägen wurden während der Sommer- und Herbstsession 2025 drei Vorstösse eingereicht.

6 Vorschläge für politische Massnahmen und eine ausserparlamentarische Massnahme

Im letzten Workshop wurden die Massnahmen gemeinsam geschärft und die Umsetzungschritte konkretisiert. Ziel war es einerseits, die
Mehrheitsfähigkeit der Massnahmen zu stärken, andererseits die Arbeitsgruppen für die Umsetzung zusammenzustellen. Aus den 13 Massnahmen, die in den sechs Handlungsfeldern erarbeitet wurden, sind konkret sechs Vorschläge für politische Massnahmen und eine ausserparlamentarische Massnahme an der Schnittstelle von Wirtschaft und Verwaltung entstanden.

Parlamentarische Umsetzung 

Ausserparlamentarische Umsetzung 

Die Dokumentation des Policy Sprints zu flächeneffizientem Verkehr.

In der Abschlussdokumentation ist der gesamte Prozess abgebildet: Von einer geteilten Zukunftsvision zu konkreten Massnahmen.

Die erarbeiteten Massnahmen

Am zweiten Workshop entwickeln die Teilnehmenden ambitionierte Lösungen. Das Ziel dieses Workshops ist es, für die wichtigsten und dringendsten Handlungsfelder gemeinsam wirksame Massnahmen zu entwickeln und erste konkrete Umsetzungsschritte festzulegen. Insgesamt wurden 13 Massnahmen in sechs Handlungsfeldern erarbeitet.

Handlungsfeld 1: Intermodale Lösungen 

Handlungsfeld 2: Konsummuster 

Handlungsfeld 3: Verkehrsinfrastruktur 

Handlungsfeld 4: Autonome Mobilität

Handlungsfeld 5: Smarte Mobilität

Handlungsfeld 6: Raumplanung

Die erarbeiteten Handlungsfelder

Das Ziel dieses Workshops war es, die wichtigsten und dringendsten Handlungsfelder für die Verkehrspolitik von morgen zu identifizieren - und dies nicht aus der Perspektive von heute, sondern aus der Perspektive der Zukunft. Dabei wurden neun Handlungsfelder identifiziert. Zu jedem Handlungsfeld wurde eine konkrete Wie können Wir-Frage abgeleitet, welche die Basis für die Erarbeitung von politischen Massnahmen bildet.

Fragestellung

Wie sieht die Zukunft der Verkehrspolitik aus - vor dem Hintergrund einer wachsenden Bevölkerung, steigendem Mobilitätsbedürfnis und begrenztem Platz?

In der Schweiz wachsen sowohl die Bevölkerung als auch das Bedürfnis nach Mobilität, während der verfügbare Raum begrenzt bleibt. Das Verkehrssystem und die Verkehrspolitik stehen deshalb vor der Herausforderung, den steigenden Ansprüchen gerecht zu werden und gleichzeitig Nachhaltigkeit sowie Lebensqualität zu gewährleisten. Die überparteilichen Austausche unterstreichen die Dringlichkeit eines neuen Verkehrssystems, das nachhaltig und raumeffizient ist, aber auch mit der gewünschten Raumentwicklung in Einklang steht. Darüber hinaus beeinflussen zum Beispiel die Verstädterung oder die Digitalisierung, wie die Mobilität gelebt und organisiert werden kann.

Dabei legt der «Sachplan Verkehr» des Bundes mit seinem Programmteil «Mobilität und Raum 2050» den Rahmen für die Entwicklung eines gesamtverkehrlichen Systems fest, das eng auf die Raumentwicklung abgestimmt ist. Der Fokus liegt auf einer Verkehrsinfrastruktur, die den Mobilitätsanforderungen gerecht wird und gleichzeitig Umweltbelastungen minimiert. Wichtige Eckpunkte sind dabei die Abstimmung zwischen Raum- und Verkehrsplanung, die Gewichtung des Güterverkehrs sowie der Umgang mit zunehmender Freizeitmobilität. Als Resultat des Workshops vom 4. Februar werden die Teilnehmenden die relevanten Handlungsfelder für eine erfolgreiche zukünftige Verkehrspolitik erarbeitet haben.

Die folgenden Dimensionen waren bei unserer Fragestellung zentral:

  • Raum, Bevölkerung und Bedürfnisse

    Die steigenden Mobilitätsbedürfnisse der wachsenden Bevölkerung bei begrenztem Raum stellen das Verkehrssystem vor grosse Herausforderungen. Daten aus dem Mikrozensus Mobilität und Verkehr (BFS & ARE) zeigen, dass sowohl die Anzahl der täglichen Wege als auch die zurückgelegten Distanzen zunehmen. Es müssen Lösungen gefunden werden, die den vorhandenen Raum und die Infrastruktur effizient nutzen und gleichzeitig Flächenkonflikte zwischen Verkehrs-, Wohn- und Freizeitbedürfnissen minimieren.

  • Alle Mobilitätsdimensionen

    Unsere Fragestellung berücksichtigt die Vielfalt der Mobilität, von Personen- und Güterverkehr bis hin zu Arbeits-, Freizeit- und Tourismusmobilität. Ebenso umfasst sie die verschiedenen Verkehrsmodi, öffentlicher Verkehr, motorisierter Individualverkehr und Langsamverkehr. Der Flugverkehr wird jedoch ausgeschlossen.

  • Berücksichtigung bestehender politischer Rahmenbedingungen

    Der Policy Sprint findet unter Berücksichtigung der bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen und den Zielen der Dekarbonisierung stattt. Die Szenarien der Verkehrsperspektiven 2050 zeigen, dass ein nachhaltiges Verkehrssystem den Anteil des ÖV auf 24%, des Veloverkehrs auf 4% sowie die Reduktion des Anteils des Autos auf 68% steigern können.

  • Alle föderalen Ebenen, In- und Ausland:

    Eine gut koordinierte Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden ist essenziell, um eine erfolgreiche Verkehrspolitik über alle föderalen Ebenen hinweg zu gewährleisten. Dabei wird die nationale und grenzüberschreitende Mobilität einbezogen.

  • Schweiz in 40 Jahren

    Am Policy Sprint Verkehr machen wir uns Gedanken über die Schweiz in 40 Jahren. Die Investitions- und Infrastrukturzyklen des Mobilitätssystems sind langfristig ausgerichtet. Im Policy Sprint Verkehr wollen wir selbst über die bestehenden Zyklen hinaus denken.

Der Prozess

innovativ, kollaborativ, effektiv

Die Teilnehmenden 

Beim Policy Sprint haben sich insgesamt 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit verschiedensten Perspektiven aus dem Parlament, der Wissenschaft, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft für eine mutige Politik in der Schweiz eingesetzt und ambitioniert und lösungsorientiert an politischen Massnahmen für einen flächeneffizienten Verkehr bis 2050 gearbeitet.

Wohin geht unsere Expedition

 

Nach der Erarbeitung der Massnahmen verfolgen wir gespannt, wie Bund und Parlament die Vorstösse behandeln werden. Die ausserparlamentarische Massnahme wird von einzelnen Akteuren aus Wirtschaft und Verwaltung umgesetzt.

Währenddessen hält Expedition Zukunft eine unterstützende Funktion gegenüber allen Teilnehmenden des Policy Sprints «Zukunft der Verkehrspolitik» inne.

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Unsere Förderpartner

Der Policy Sprint wurde dank der Unterstützung der Stiftung 3FO und der Volkart Stiftung ermöglicht.

 

Die Stiftung 3FO unterstützt Expedition Zukunft bei der Entwicklung neuer Methoden zur überparteilichen Entwicklung politischer Visionen.

Dank der Unterstützung der Stiftung 3FO entwickelt Expedition Zukunft neue kollaborative Methoden, die im Sprint Flächeneffizienter Verkehr zum Einsatz kommen. Die Stiftung 3FO fördert Expedition Zukunft im Rahmen ihres Förderschwerpunktes Kooperation und Konfliktbearbeitung: «Damit Menschen in ihrem Arbeits- und Lebensumfeld sich selbst und andere befähigen, Konflikte friedlich, zielgerichtet und kooperativ zu bearbeiten und durch Prozesse, Strukturen und Verhaltensweisen Kooperation gefördert wird.» Weitere Informationen: www.3fo.ch/stiftung

Die Volkart Stiftung unterstützt als Themenpartnerin die Policy Sprints von Expedition Zukunft mit Fokus auf das Klima.

Die Volkart Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, die Klimakrise aktiv anzugehen. Dafür unterstützt sie Projekte, die mit interdisziplinären Ansätzen an den Ursachen gesellschaftlicher Herausforderungen arbeiten. Die Volkart Stiftung möchte wir dazu beitragen, «dass unsere Ökosysteme geschützt, die Chancengerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe aller ermöglicht und eine ausgewogene Medienvielfalt gefördert wird.» Weitere Informationen: https://www.volkart.ch