Policy Sprint

Wie können wir MINT-Kompetenzen stärken, um die Innovationskraft, technologische Souveränität und Wohlstand der Schweiz zu erhalten?

Worum geht’s?

MINT-Kompetenzen als strategische Grundlage für die Zukunft der Schweiz

Als erster Schritt des Policy Sprints haben Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft im Rahmen des Visionsworkshops erstmals gemeinsam ein Zukunftsbild für die Schweiz im Jahr 2045 entwickelt – zur Stärkung der MINT-Kompetenzen. Im Zentrum stand die Frage, wohin sich die Schweiz in diesem Bereich entwickeln soll und welchen Beitrag MINT-Kompetenzen künftig zur Innovationsfähigkeit, technologischen Handlungsfähigkeit und gesellschaftlichen Entwicklung leisten sollen.

Ausgehend von zentralen Herausforderungen – darunter Fachkräftemangel, technologische Abhängigkeiten, geopolitische Spannungen sowie Ungleichheiten im Bildungssystem und sinkende Leistungstrends bei Schüler:innen – wurde gemeinsam erarbeitet, welche Zielrichtungen und Prioritäten entscheidend sind, um Innovationskraft, technologische Souveränität und Wohlstand langfristig zu sichern.

Im Ergebnis wurden fünf strategische Handlungsfelder identifiziert, die als besonders wirkungsvoll und dringlich gelten. Sie bilden einen gemeinsamen strategischen Orientierungsrahmen für die Weiterentwicklung der MINT-Kompetenzen in der Schweiz.

Dabei wurde deutlich: MINT-Kompetenzen sind weit mehr als ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor. Sie bilden eine zentrale Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe, demokratische Resilienz und die strategische Handlungsfähigkeit der Schweiz.

What’s next?

Nächste Phase: Strukturelle Hürden analysieren, Handlungsfelder und Massnahmen vertiefen.

In einem nächsten Schritt soll geprüft werden, weshalb bekannte Ansätze bislang nur begrenzt umgesetzt wurden und welche strukturellen oder institutionellen Hindernisse Fortschritte erschweren.

Darauf aufbauend können Prioritäten geschärft und konkrete nächste Schritte weiterentwickelt werden.

Der Policy Sprint ist koordiniert mit den Arbeiten der Akademien der Wissenschaften an einer Bildungsstrategie für die Schweizer MINT-Förderung. Die beiden Prozesse sind aufeinander abgestimmt. Beim MINT Policy Sprint sind das SBFI und die Akademien der Wissenschaften aktiv als Teilnehmende involviert.

Der Visionsworksop wurde im Auftrag folgender Partner durchgeführt:

Der Synthesebericht des Visionsworkshops zu MINT-Kompetenzen

In der Abschlussdokumentation wurden die Ergebnisse des Visionsworkshops als erster Schritt des Policy Sprints zusammengefasst: von den gemeinsam erarbeiteten Zukunftsbildern über die priorisierten Handlungsfelder bis hin zu ersten Ansatzpunkten für die Weiterarbeit.

Fünf Strategische Handlungsfelder

Aus den erarbeiteten Zukunftselementen wurden fünf Handlungsfelder, die aus ihrer Sicht die grösste Hebelwirkung für die angestrebte Entwicklung entfalten und als besonders dringlich gelten, identifiziert.

Fragestellung

Wie können wir MINT-Kompetenzen stärken, um die Innovationskraft, technologische Souveränität und Wohlstand der Schweiz zu erhalten?

Vor dem Hintergrund einer zunehmend auseinandergehenden Leistungsschere, dem wachsenden Fachkräftemangel und steigender Abhängigkeit von ausländischem Know-how stellt sich die Frage, wie die Schweiz ihr Innovationspotenzial auch in Zukunft sichern kann.

Das Thema wurde im Vorfeld bewusst eingegrenzt und in eine klare Leitfrage übersetzt. Diese dient während des Imaginariums als gemeinsame Orientierung. Sie ist so formuliert, dass sie unterschiedliche Perspektiven zulässt und einen gemeinsamen Nenner schafft, hinter den sich alle Teilnehmenden stellen können – mit dem Ziel, den zentralen Handlungsbedarf sichtbar zu machen und gemeinsam weiterzudenken.

MINT-Kompetenzen– also die Fähigkeit, technologische, naturwissenschaftliche und digitale Herausforderungen zu verstehen, zu gestalten und kritisch zu reflektieren – spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie sind nicht nur zentral für wirtschaftlichen Erfolg und technologische Souveränität, sondern tragen auch zur demokratischen Resilienz und gesellschaftlichen Teilhabe bei. Der Innovationsbericht 2023, den die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich im Auftrag des SBFI erstellt hat, zeigt klar: Der Fachkräftemangel ist das zweitwichtigste Hemmnis für Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft. Besonders in technologieintensiven Bereichen fehlt es zunehmend an qualifiziertem Personal – eine Entwicklung, die langfristig auch den Wohlstand der Schweiz gefährden kann.

Die folgenden drei Themenbereiche waren bei unserer Fragestellung zentral:

Wie werden wir 2045 MINT-Kompetenzen einsetzen?

Dieser Themenbereich untersucht, wie bestehende MINT-Kompetenzen im Alltag und im Arbeitsmarkt genutzt werden – sowohl im Hinblick auf persönliche und gesellschaftliche Bedürfnisse als auch auf ihre Integration in Arbeitsprozesse und ihren Beitrag zu Innovationsprojekten. Dabei rücken auch Karrierewechselhürden, horizontale Bildungsmobilität sowie ein besserer Zugang zu und ein längerer Verbleib in MINT-Berufen in den Fokus, ebenso wie das Verständnis für die Erwartungen von Unternehmen. Es geht darum, wie/wo und ob Kompetenzen ihre Wirkung voll entfalten können und welche Voraussetzungen dafür noch geschaffen werden müssen.

Wie werden wir 2045 MINT-Kompetenzen aufbauen?

Dieser Themenbereich befasst sich mit den Rahmenbedingungen, die das Entstehen von MINT-Kompetenzen von der frühkindlichen Bildung über Berufsbildung und Studium bis hin zu Weiterbildung ermöglichen. Im Fokus stehen die Ausgestaltung des Bildungssystems, strategische Prioritäten, Ressourcen, Lehr- und Lernformen sowie die Frage, ob die heutigen Strukturen in Zukunft ausreichen, um die MINT-Kompetenzen auszubilden und zu vermitteln, die Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft künftig brauchen. 

Wie werden wir 2045 MINT-Kompetenzen in der Gesellschaft verankern und sichtbar machen?

Dieser Themenbereich untersucht, wie das Verständnis für die Bedeutung von MINT-Kompetenzen in Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Bildung gestärkt und weiterentwickelt werden kann. Im Fokus stehen das Erkennen gemeinsamer Potenziale, das Überwinden von Missverständnissen und Stereotypen sowie die Verbesserung der Sichtbarkeit und Einbettung von MINT in gesellschaftliche Narrative. Dazu gehören Fragen zur Zusammenarbeit zwischen Akteuren, zum Verständnis von MINT-Kompetenzen, Messbarkeit von guten MINT-Kompetenzen sowie zur Reduktion von strukturellen und kulturellen Barrieren. Ziel ist es, Voraussetzungen zu schaffen, damit MINT-Kompetenzen breiter in der Gesellschaft verankert, wirksamer genutzt werden können und Menschen aller Hintergründe einen selbstverständlichen Zugang ermöglichen.

Der Prozess

innovativ, kollaborativ, effektiv

Die Teilnehmenden 

Beim Visionsworkshop haben sich insgesamt 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wissenschaft, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft mit unterschiedlichen Perspektiven gemeinsam daran, eine zukunftsgerichtete politische Stossrichtung für die Schweiz zu entwickeln und konkrete Hebel zu identifizieren, um Innovationskraft, technologische Souveränität und Wohlstand langfristig zu sichern.

Wohin geht unsere Expedition

 

Aufbauend auf den Ergebnissen des Visionsworkshops wird in einer nächsten Phase geprüft, wie die priorisierten Handlungsfelder weiter vertieft und in konkrete Schritte überführt werden können.

Im Zentrum steht die Frage, welche strukturellen oder institutionellen Hindernisse Fortschritte bislang erschweren – und wie diese gemeinsam adressiert werden können.

Expedition Zukunft begleitet den weiteren Prozess und unterstützt die beteiligten Akteur:innen dabei, die Stärkung der MINT-Kompetenzen koordiniert voranzutreiben.

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